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Einfache Portraitfotografie Tipps.

Portraitfotografie Tipps: Mit einfachen Mitteln zum Erfolg

Mit einfachen Portraitfotografie Tipps kann jeder, der Gefallen an der Peoplefotografie gefunden hat und gerne andere Menschen fotografiert, noch bessere Bilder machen. Dabei sollte man einige Dinge beachten, damit die abgebildete Person sprichwörtlich im besten Licht erscheint. Ein gutes Portrait macht nämlich nicht nur ein ausdrucksstarkes Model aus, sondern auch eine gute Fototechnik.

Schatten und Fenster sind zwei der besten Portraitfotografie Tipps

Ein Tipp, den wahrscheinlich jeder schon einmal in Bezug auf Portraitfotografie gehört hat, ist es, Bilder im Schatten anzufertigen. Damit ist einerseits gemeint, sich einen wolkigen Tag auszusuchen, bei dem es trotzdem insgesamt hell genug ist. Andererseits besteht natürlich auch die Möglichkeit, an einem sonnigen Tag schattige Plätze aufzusuchen, die überdacht sind oder auf natürliche Weise Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung bieten. Doch warum ist es in der Portraitfotografie überhaupt sinnvoll, im Schatten Bilder aufzunehmen? Plakativ ausgedrückt könnte man sagen: “Schatten macht keine Schatten.” Was auf den ersten Blick noch paradox erscheint, ist auf den zweiten Blick trivial verständlich. Wenn das Model im Schatten steht, ergeben sich die folgenden Vorteile:

  • Es trifft kein hartes Licht auf die Person
  • Somit entstehen auch keine harten Schatten
  • Wenn überhaupt sind die Schatten weich und modellierend
  • Diese Schatten sind für die Portraitfotografie optimal

Ein weiterer Vorteil von Schatten ist es außerdem, dass das Model nicht blinzeln muss und sich dadurch die Mimik im Gesicht entspannt. Das Ergebnis sind natürliche Aufnahmen mit Ausstrahlung. Wenn man bei der Portraitfotografie eher etwas aktiver in die Lichtgestaltung eingreifen möchte, kann man sich auch das angenehm weiche und gerichtete Licht großer Fenster zunutze machen und so für Ergebnisse, die denen einer Softbox respektive eines Diffusors ähneln, sorgen.

Mit künstlichem Licht die volle Kontrolle über das Portraitfoto behalten

Der Einsatz des Aufhellblitzes.

Viele Systemblitze können bei Portraits wertvolle Dienste leisten.

Selbstverständlich ist es auch ein guter Portraitfotografie Tipp, mit künstlichem Licht zu arbeiten, das entweder eine bereits vorhandene Lichtcharakteristik stärkt oder eine völlig neue Atmosphäre kreiert. Wer beispielsweise stimmungsvolle und sommerliche Portraits machen möchte, der sollte sein Model mit dem Rücken zur Sonne positionieren und damit als Ausgangsbasis eine klassische Gegenlichtsituation nutzen. Da bei korrekter Belichtung auf den Hintergrund je nach Lichtintensität das Model im Vordergrund zu dunkel erscheinen würde, ist der Einsatz eines Aufhellblitzes von vorne empfehlenswert. Gegenüber natürlichem Licht hat künstliches Licht sowohl Vor- als auch Nachteile.

Ein paar der Vorteile sind:

  1. Der Fotograf hat die volle Kontrolle über die Lichtführung
  2. Es können mehrere Lichtquellen zum Einsatz kommen
  3. Es gibt viele unterschiedliche Lichtformer
  4. Fotos bei schlechtem Licht sind ebenfalls möglich

Zu den Nachteilen wiederum gehören:

  1. Mitunter entstehen unnatürliche Ergebnisse vor allem bei kleinen Lichtquellen
  2. Licht und Lichtformer schlagen mit hohen Anschaffungskosten zu Buche
  3. Zusätzliches Equipment muss transportiert werden
  4. Stative, Auslöser und anderes Zubehör müssen angeschafft werden

Insgesamt werden die allermeisten Portraitfotografen, die nicht ausschließlich mit Available Light arbeiten, über einen portablen Blitz beziehungsweise über eine portable Blitzanlage verfügen. Zusammen mit großen Softboxen oder guten Schirmen können auch hiermit natürliche Ergebnisse entstehen.

Posing und Nähe zum Model sind in der Portraitfotografie entscheidend

Wenn die Rahmenbedingungen und das Lichtsetting geklärt sind, geht es an das eigentliche Fotografieren. Insbesondere unerfahrene Modelle haben anfangs Schwierigkeiten damit, das richtige Posing zu finden, weshalb an dieser Stelle der Fotograf gefordert ist. Als solcher sollte man nun nicht den Fehler begehen, unnatürliche Posen anzustreben oder solche zu instruieren. Ein guter Portraitfotografie Tipp ist es deshalb, in einem solchen Falle die gewählte Location miteinzubeziehen und das Model zu bitten, sich beispielsweise an eine Wand anzulehnen. Dadurch werden schwierige Posen, in denen vorrangig erfahrene oder professionelle Models gut aussehen, vermieden. Ein weiterer guter Tipp ist es, den Bildausschnitt zu verkleinern und nur das Gesicht zu fotografieren. Dies bringt Folgendes:

  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Betonung der Mimik und der Augen
  • Hintergrund muss nicht akribisch gewählt sein
  • Keinerlei Ablenkung und erhöhte Ausdrucksstärke

Damit Nähe auf dem Foto einerseits dargestellt werden kann und andererseits auf dem fertigen Foto auch so herüberkommt, ist Kommunikation ein wichtiges Mittel zum Erfolg. Kommunikation schafft bei dem Shooting nicht nur mehr Vertrauen und Sicherheit, sondern bringt auch Spaß und vertreibt Langeweile. Durch Kommunikation werden darüber hinaus Missverständnisse vermieden, die Konzentration gefördert und die Wahrscheinlichkeit für die Erzielung ansehnlicher Ergebnisse erhöht.

Unterschiedliche Perspektiven und Standpunkte bringen Abwechslung

Unterschiedliche Perspektiven bringen Abwechslung.

Kreative Perspektiven sorgen für Bilder, die nicht jeder macht.

Abgerundet wird eine Serie guter Portraitfotos durch den Einsatz unterschiedlicher Perspektiven und Standpunkte. Nichts ist für Menschen langweiliger, als wenn sie immer wieder das Gleiche sehen und keinerlei Abwechslung verspüren. Nicht anders verhält es sich beim Betrachten von Bildern. Da bei Portraitshootings in der Regel immer recht viele Aufnahmen entstehen, gibt es auch keine Entschuldigung dafür, nicht einmal andere Sichtweisen zu präsentieren. Als Fotograf sollte man sich deshalb zwar einerseits überlegen, welche Perspektive oder welcher Standpunkt am besten zur Bildintention und angestrebten Wirkung passt, andererseits aber auch Verschiedenes ausprobieren. Die Wahl des besten Standpunktes und der besten Perspektive hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter:

  1. Bildaufbau
  2. Bildkomposition
  3. Hintergrund
  4. Lichteinfall

Der grundsätzliche Hinweis, dass ungewöhnliche Standpunkte und Perspektiven am interessantesten auf dem Foto wirken und daher die beste Wahl sind, ist gleichzeitig nicht unbedingt auch ein guter Portraitfotografie Tipp. Auftretende Verzerrungen sind nur ein Argument dafür, warum man hier ein wenig Vorsicht walten lassen sollte. Beim Bildaufbau hingegen kann auch bei Anfängern schon etwas mehr Kreativität zum Einsatz kommen und beispielsweise mit Unschärfe im Vordergrund experimentiert werden.

Fazit zu den wichtigsten Portraitfotografie Tipps

Alles in allem ist die Portraitfotografie mit den vorgestellten Tipps keine komplexe Angelegenheit mehr. Ob es beim Shooting lieber natürliches oder künstliches Licht oder eine Mischung aus beidem sein sollte, ist zum einen Teil von den äußeren Gegebenheiten, zum anderen Teil auch vom persönlichen Geschmack abhängig. Perspektiv- und Standpunktwechsel bringen die notwendige Abwechslung und wer mit unerfahrenen Models zusammenarbeitet, sollte auf natürliche Posen und ausreichend Kommunikation achten. Nur so ist garantiert, dass die übrigen Portraitfotografie Tipps Früchte tragen und alle mit den Ergebnissen zufrieden sind.

2 Kommentare

  • ReplyMarkus Thoma 17 Mai

    Den Tipp mit dem Schatten befolge ich auch oft. Es ist auch bemerkenswert, wie sich die Lichtstimmung schon zum Halbschatten hin verändert (was natürlich nicht gleich schlecht werden muss). Ich habe mich auch oft im Schatten umher getrieben. Aktuell habe ich aber auch das harte Sonnenlicht für mich entdeckt. Ich liebe es gerade, mit den harten Schatten zu Spielen. Man muss eben nur aufpassen, dass z.B. Augenringe nicht unvorteilhafte Schatten werfen.
    Gruß,
    Markus

    • Replyplentypix 18 Mai

      Hi Markus, danke für Deinen Kommentar! Hartes Sonnenlicht kann für das ein oder andere Setting vorteilhaft sein, da hast Du Recht. Insgesamt lässt es sich jedoch im Schatten kontrollierter und vor allem reproduzierbarer arbeiten.

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